Der Schweizer Kontenrahmen KMU ordnet jedes Geschäftskonto einer von neun Kontenklassen zu und arbeitet mit vierstelligen Kontonummern. Die erste Ziffer nennt die Klasse, die zweite die Hauptgruppe, die dritte die Kontengruppe, die vierte das einzelne Konto. Konto 1020 ist damit ein Aktivkonto (1) aus dem Umlaufvermögen (10) in der Gruppe flüssige Mittel (102). Wer diese Logik einmal verstanden hat, findet auch ein unbekanntes Konto in Sekunden.

Dieser Beitrag zeigt den Aufbau Klasse für Klasse, erklärt den Unterschied zwischen Kontenrahmen und Kontenplan, stellt das Eigenkapital nach Rechtsform gegenüber und ordnet 22 typische Belege aus dem KMU-Alltag dem richtigen Konto zu. Grundlage sind die Vorgaben des Obligationenrechts und der als Standard geltende Kontenrahmen KMU, auf den auch das KMU-Portal des Bundes verweist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kontenrahmen KMU kennt neun Klassen: Die Klassen 1 bis 8 tragen Bilanz und Erfolgsrechnung, Klasse 9 ist der Abschluss. Übersichten, die nur acht Klassen zeigen, lassen den Abschluss weg.
  • Kontenrahmen ist die Standardstruktur, Kontenplan ist die Auswahl daraus, die Ihr Betrieb tatsächlich führt. In der Praxis sind das 40 bis 80 Konten.
  • Kein Gesetz schreibt einen bestimmten Kontenrahmen vor. Verbindlich sind die ordnungsmässige Buchführung (OR Art. 957a) und die Mindestgliederung von Bilanz und Erfolgsrechnung (OR Art. 959a).
  • Die Klasse 2 unterscheidet sich nach Rechtsform: Eine Einzelfirma führt 2800 Kapital und 2850 Privat, eine AG oder GmbH dagegen 2800 Aktien- oder Stammkapital plus die Reservekonten 2900 und 2950.
  • Massgebende Buchausgabe: 2. Auflage 2023, Verlag SKV Zürich, ISBN 978-3-286-51076-0, so zitiert vom KMU-Portal des Bundes.
Aufgeschlagener Kontenplan mit Taschenrechner und Belegen auf einem Schreibtisch

Kontenrahmen oder Kontenplan: der Unterschied in einem Satz

Der Kontenrahmen ist das Regal, der Kontenplan sind die Fächer, die Sie tatsächlich benutzen. Der Kontenrahmen gibt die Nummerierung und die Reihenfolge für alle denkbaren Konten vor, branchenübergreifend und unabhängig von der Grösse des Betriebs. Der Kontenplan ist die daraus abgeleitete Liste eines einzelnen Unternehmens.

Das hat einen praktischen Grund: Vergleichbarkeit. Wenn zwei Handelsbetriebe ihre Warenkäufe beide auf 4200 buchen, lassen sich Bruttomargen, Betreibungsauskünfte und Bankunterlagen ohne Übersetzungsarbeit nebeneinanderlegen. Genau deshalb hält das KMU-Portal des Bundes fest, dass jedem Konto eine Nummer zugewiesen wird, die das Sortieren der Buchungen und den Vergleich zwischen Unternehmen erst möglich macht.

Für die tägliche Arbeit heisst das: Sie übernehmen die Nummern des Kontenrahmens unverändert und streichen alles, was Sie nie brauchen. Eigene Nummern zu erfinden, spart nie so viel Zeit, wie es später bei Revision, Bankgespräch oder Treuhandwechsel kostet.

Die neun Kontenklassen im Überblick

Die Klassen folgen dem Weg des Geldes durch das Unternehmen: zuerst was da ist und wem es gehört, dann was verdient und ausgegeben wird, zuletzt der Abschluss.

KlasseInhaltGehört zuBeispielkonten
1AktivenBilanz1000 Kasse, 1020 Bankguthaben, 1100 Forderungen
2PassivenBilanz2000 Verbindlichkeiten, 2200 geschuldete MWST, 2800 Kapital
3Betrieblicher Ertrag aus Lieferungen und LeistungenErfolgsrechnung3200 Handelserlöse, 3400 Dienstleistungserlöse
4Aufwand für Material, Handelswaren und DienstleistungenErfolgsrechnung4200 Handelswarenaufwand, 4400 bezogene Dienstleistungen
5PersonalaufwandErfolgsrechnung5000 Löhne, 5700 AHV, IV, EO, ALV
6Übriger betrieblicher Aufwand, Abschreibungen, FinanzergebnisErfolgsrechnung6000 Fremdmieten, 6510 Telefon und Internet, 6900 Zinsaufwand
7Betrieblicher NebenerfolgErfolgsrechnung7000 Ertrag Nebenbetrieb, 7500 Ertrag betriebliche Liegenschaft
8Betriebsfremder und ausserordentlicher Erfolg, SteuernErfolgsrechnung8500 ausserordentlicher Aufwand, 8900 direkte Steuern
9AbschlussAbschlussbuchungen9200 Jahresgewinn oder Jahresverlust

Die Klassen 1 und 2 heissen Bestandeskonten: Sie zeigen einen Stand zu einem Stichtag. Die Klassen 3 bis 8 sind Erfolgskonten: Sie sammeln, was während des Geschäftsjahres passiert ist, und beginnen im neuen Jahr wieder bei null.

Klassen 1 und 2: die Bilanzkonten

In der Klasse 1 stehen die Aktiven, sortiert nach Liquidität. Zuerst kommt, was sich am schnellsten in Geld verwandeln lässt.

KontoBezeichnungWofür es im Alltag steht
1000KasseBargeld im Betrieb, inklusive Portokasse
1020BankguthabenGeschäftskonto; je Bankkonto ein eigenes Konto ist üblich
1100Forderungen aus Lieferungen und LeistungenGestellte, noch nicht bezahlte Kundenrechnungen (Debitoren)
1109DelkredereWertberichtigung auf zweifelhafte Kundenforderungen
1170Vorsteuer MWST Material, Waren, DienstleistungenMWST auf Wareneinkäufen, rückforderbar
1171Vorsteuer MWST Investitionen, übriger BetriebsaufwandMWST auf Anschaffungen und Betriebskosten
1200Vorräte HandelswarenLagerbestand zum Bilanzstichtag
1300Bezahlter Aufwand des FolgejahresAktive Rechnungsabgrenzung, etwa im Voraus bezahlte Versicherung
1510Mobiliar und EinrichtungenAktiviertes Inventar über der Aktivierungsgrenze
1520Büromaschinen, InformatikServer, Notebooks, Telefonanlage
1530FahrzeugeGeschäftsfahrzeuge im Eigentum

Die Klasse 2 zeigt die Herkunft des Geldes: zuerst kurzfristiges Fremdkapital (Gruppe 20), dann langfristiges (Gruppe 24), zuletzt Eigenkapital (Gruppe 28).

KontoBezeichnungWofür es im Alltag steht
2000Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenErhaltene, noch nicht bezahlte Lieferantenrechnungen (Kreditoren)
2100Kurzfristige BankverbindlichkeitenKontokorrentkredit, überzogenes Konto
2200Geschuldete MWST (Umsatzsteuer)MWST auf den eigenen Rechnungen, geschuldet gegenüber der ESTV
2270Sozialversicherungen und VorsorgeeinrichtungenAbgezogene und geschuldete Beiträge an AHV, ALV, Pensionskasse
2300Noch nicht bezahlter AufwandPassive Rechnungsabgrenzung, etwa Ferienguthaben oder offene Honorare
2400Langfristige BankverbindlichkeitenDarlehen und Hypotheken mit Laufzeit über einem Jahr
2600Langfristige RückstellungenAbsehbare Verpflichtungen mit unsicherem Betrag oder Zeitpunkt
2800Aktien- oder StammkapitalEinbezahltes Grundkapital der Gesellschaft
2979Jahresgewinn oder JahresverlustErgebnis des laufenden Geschäftsjahres im Eigenkapital

Auf einen Blick

Das Delkredere auf Konto 1109 ist der Punkt, an dem in KMU-Abschlüssen am häufigsten gerätselt wird: Wie hoch darf die Wertberichtigung sein, und was akzeptiert die Steuerverwaltung?

Delkredere in der Schweizer Buchhaltung →

Klassen 3 bis 8: die Erfolgskonten

Die Erfolgsrechnung folgt derselben Logik wie die Bilanz: Sie beginnt beim Kerngeschäft und arbeitet sich zu den Randthemen vor. Klasse 3 ist der Umsatz aus dem, wofür der Betrieb existiert. Die Klassen 4 bis 6 sind der Aufwand, der dafür nötig war. Die Klassen 7 und 8 sammeln alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört.

KontoBezeichnungTypischer Anwendungsfall
3200HandelserlöseVerkauf zugekaufter Ware
3400DienstleistungserlöseBeratung, Montage, Stundenhonorare
3800ErlösminderungenSkonti und Rabatte an Kunden
3805Verluste Forderungen, Veränderung DelkredereDefinitiver Debitorenverlust nach erfolgloser Betreibung
4200HandelswarenaufwandEinkauf der Ware, die weiterverkauft wird
4400Aufwand für bezogene DienstleistungenSubunternehmer, ausgelagerte Produktionsschritte
5000LöhneBruttolöhne der Mitarbeitenden
5700AHV, IV, EO, ALVArbeitgeberanteil der Sozialversicherungen
5810WeiterbildungKurse und Zertifikate für Mitarbeitende
6000Fremdmieten GeschäftslokalitätenMiete für Büro, Werkstatt, Lager
6100URE Maschinen und ApparateUnterhalt, Reparaturen und Ersatz an Produktionsmitteln
6300Sach-, Haftpflicht- und BetriebsversicherungenBetriebshaftpflicht, Sachversicherung, Gebühren
6510Telefon und InternetKommunikationskosten
6570InformatikaufwandSoftwaremieten, Lizenzen, Wartung, Cloudabos
6600Werbeinserate, elektronische MedienAnzeigen, Suchmaschinenwerbung, Social Media
6820Abschreibungen Maschinen und ApparatePlanmässige Abschreibung aktivierter Anlagen
6900ZinsaufwandKreditzinsen
6940Bankspesen und DepotgebührenKontoführung, Zahlungsverkehr
8900Direkte SteuernGewinn- und Kapitalsteuern der Gesellschaft

Klasse 9: warum viele Übersichten nur acht Klassen zeigen

Wer mehrere Erklärungen zum Kontenrahmen nebeneinanderlegt, findet einen Widerspruch: Manche Quellen sprechen von acht Klassen, andere von neun. Beide beschreiben dasselbe Werk, sie ziehen die Grenze nur an einer anderen Stelle.

Die Klassen 1 bis 8 enthalten alles, was während des Jahres bebucht wird. Die Klasse 9 trägt den Abschluss, im Kern das Konto 9200 Jahresgewinn oder Jahresverlust. Weil Buchhaltungsprogramme den Abschluss automatisch erzeugen, taucht diese Klasse im Kontenplan vieler Betriebe gar nicht mehr auf. Wer den Kontenrahmen als Werk beschreibt, zählt neun Klassen. Wer beschreibt, was ein KMU im Alltag anfasst, kommt auf acht.

Praktisch relevant wird der Unterschied nur an einer Stelle: Das Jahresergebnis erscheint zweimal, einmal als Abschlusskonto 9200 und einmal als Eigenkapitalposition 2979. Das ist kein Fehler, sondern der Übergang von der Erfolgsrechnung in die Bilanz.

Eigenkapital nach Rechtsform: der Teil, den Vorlagen meist falsch abbilden

Bis zur Gruppe 27 ist der Kontenplan für alle Rechtsformen gleich. Beim Eigenkapital in der Gruppe 28 trennen sich die Wege, und genau hier passen heruntergeladene Vorlagen oft nicht zum Betrieb.

RechtsformTypische KontenBesonderheit
Einzelfirma2800 Kapital Einzelfirma, 2850 PrivatPrivatbezüge laufen über 2850 und mindern das Kapital, sie sind kein Aufwand
Kollektiv- und Kommanditgesellschaft2800 Kapital Gesellschafter A, 2820 Privat Gesellschafter A, 2850 Kapital Kommanditär AJe Gesellschafter ein eigenes Kapital- und Privatkonto
GmbH und AG2800 Aktien- oder Stammkapital, 2900 gesetzliche Kapitalreserve, 2950 gesetzliche Gewinnreserve, 2970 Gewinnvortrag, 2979 JahresergebnisKein Privatkonto; Bezüge sind Lohn, Dividende (2261) oder Darlehen
Verein2800 Vereinskapital, 2960 freiwillige Gewinnreserven, 2970 VortragKein Grundkapital im gesellschaftsrechtlichen Sinn

Der häufigste Fehler in dieser Gruppe kostet bares Geld: Wenn eine GmbH weiterhin ein Privatkonto führt, weil die Vorlage aus der Einzelfirmenzeit stammt, entsteht steuerlich schnell ein Aktionärsdarlehen oder eine verdeckte Gewinnausschüttung. Bei der Umwandlung einer Einzelfirma in eine GmbH gehört die Gruppe 28 deshalb zwingend neu aufgesetzt.

Welches Konto für welchen Beleg: 22 typische Buchungen

Die meisten Kontierungsfragen im KMU-Alltag drehen sich um dieselben zwei Dutzend Belege. Die Tabelle ordnet sie zu; Soll steht links, Haben rechts, die MWST-Konten sind in der Bemerkung genannt.

Beleg oder VorgangSollHabenBemerkung
Kundenrechnung gestellt (Handel)11003200MWST auf 2200
Kundenrechnung gestellt (Dienstleistung)11003400MWST auf 2200
Kunde bezahlt per Bank10201100Zahlungseingang, kein Ertrag mehr
Skonto vom Kunden abgezogen38001100Erlösminderung, nicht Aufwand
Debitorenverlust nach Betreibung38051100MWST-Korrektur nicht vergessen
Lieferantenrechnung Handelsware42002000Vorsteuer auf 1170
Lieferant bezahlt20001020reine Zahlung
Subunternehmer beauftragt44002000Vorsteuer auf 1170
Miete Geschäftsraum60001020Vorsteuer nur bei optierter Miete
Lohnzahlung50001020 und 2270Arbeitnehmerabzüge auf 2270
AHV-Abrechnung bezahlt22701020Arbeitgeberanteil vorher auf 5700
Weiterbildung Mitarbeitende58101020Vorsteuer auf 1171
Spesen nach Beleg erstattet58201020Pauschalspesen auf 5830
Telefon- und Internetrechnung65101020Vorsteuer auf 1171
Softwareabo, Cloudlizenz65701020Miete, keine Aktivierung
Notebook gekauft, über Aktivierungsgrenze15201020darunter direkt auf 6570
Reparatur einer Maschine61002000werterhaltend, deshalb Aufwand
Fahrzeugleasing62601020Leasing bleibt Aufwand
Suchmaschinenwerbung66001020Bezugsteuer bei Anbietern im Ausland prüfen
Bankspesen69401020keine Vorsteuer
MWST-Abrechnung bezahlt22001020Saldo aus 2200 abzüglich 1170 und 1171
Privatbezug Einzelfirma28501020kein Aufwand, Kapitalminderung

Auf einen Blick

Wie diese Buchungen im Jahresverlauf zusammenspielen, von der ersten Rechnung bis zum Abschluss, zeigt der Überblicksbeitrag zur Finanzbuchhaltung.

Finanzbuchhaltung Schweiz: der Leitfaden für KMU →

Fünf Fehler, die wir in KMU-Kontenplänen immer wieder sehen

Aus über 150 betreuten Mandaten wiederholen sich fünf Muster, unabhängig von Branche und Grösse.

1. Vorsteuer auf einem einzigen Konto

Der Kontenrahmen trennt bewusst: 1170 für Material, Waren, Dienstleistungen und Energie, 1171 für Investitionen und übrigen Betriebsaufwand. Wer alles auf ein Konto bucht, verliert die Kontrolle über die Vorsteuerabzüge und braucht bei einer MWST-Kontrolle deutlich länger, um Belege zuzuordnen.

2. Der Sammelposten sonstiger Aufwand

Konto 6790 wächst in vielen Betrieben zum grössten Aufwandsposten heran. Dann ist zwar die Buchhaltung formal richtig, die Erfolgsrechnung sagt aber nichts mehr aus. Faustregel: Wenn ein Sammelkonto mehr als fünf Prozent des Aufwands trägt, gehört es aufgeteilt.

3. Anschaffungen falsch behandelt

Der Laptop für 1’400 Franken landet auf 6570, das Regalsystem für 12’000 Franken direkt im Aufwand statt auf 1510. Dadurch verschiebt sich Gewinn zwischen den Jahren. Eine schriftlich festgehaltene Aktivierungsgrenze löst die Frage ein für alle Mal.

4. Privatbezüge als Aufwand

Bei Einzelfirmen gehören Privatbezüge auf 2850 und nicht in die Klasse 6. Bei GmbH und AG existiert das Privatkonto gar nicht: Dort ist jeder Bezug entweder Lohn, Dividende oder ein Darlehen mit Zins.

5. Der jährliche Umbau

Ein Kontenplan, der jedes Jahr umgestellt wird, macht Vorjahresvergleiche wertlos. OR Art. 958c verlangt Stetigkeit in Darstellung und Bewertung. Änderungen sind erlaubt, gehören aber an den Jahreswechsel und in den Anhang.

In fünf Schritten zum eigenen Kontenplan

  1. Rechtsform klären. Die Gruppe 28 richtet sich danach, alles davor ist identisch.
  2. Erlöse festlegen. Ein Konto je Geschäftsbereich, den Sie wirklich getrennt auswerten wollen. Drei bis fünf reichen den meisten KMU.
  3. Aufwandkonten aus der Buchhaltung des Vorjahres ableiten. Nehmen Sie die zwanzig häufigsten Belegarten und ordnen Sie sie zu. Was nie vorkommt, wird nicht angelegt.
  4. MWST-Konten sauber aufsetzen, sofern Sie steuerpflichtig sind: 2200 für die geschuldete Steuer, 1170 und 1171 für die Vorsteuer.
  5. Aktivierungsgrenze und Kontierungsregeln notieren. Eine Seite genügt. Sie ist das, was den Plan über Jahre stabil hält, gerade bei wechselnden Mitarbeitenden.

Ein so aufgebauter Plan hat bei einem kleinen Handels- oder Dienstleistungsbetrieb 40 bis 80 aktive Konten. Alles darüber ist meist historisch gewachsen und kostet bei jedem Abschluss Zeit.

Kontenplan durchsuchen und herunterladen

Die folgende Suche deckt 207 Konten ab. Sie finden ein Konto über ein Stichwort wie Miete oder Leasing, über die Kontonummer oder über die Kontenklasse. Der Schalter für die Rechtsform blendet in der Gruppe 28 jene Eigenkapitalkonten ein, die für Ihre Gesellschaftsform gelten. Wer lieber offline arbeitet, lädt die Liste als Excel oder PDF herunter.

Kontenplan-Suche für Schweizer KMU

Suchen Sie nach einem Stichwort wie Miete, Lohn oder Versicherung oder direkt nach einer Kontonummer.

Kontenklasse

Die Rechtsform wirkt nur auf das Eigenkapital in der Gruppe 28.

 

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Eigene Zusammenstellung der Triana Treuhand AG auf Basis des schweizerischen Kontenrahmens KMU. Massgebend ist die offizielle Ausgabe: Schweizer Kontenrahmen KMU, Verlag SKV Zürich, 2. Auflage 2023, ISBN 978-3-286-51076-0. Für die Einrichtung eines Kontenplans in Ihrem Betrieb hilft Ihre Treuhandstelle weiter.

Unsicher, ob Ihr Kontenplan noch passt?

Wir prüfen bestehende Kontenpläne, bereinigen doppelt geführte Konten und richten die Gruppe 28 auf Ihre Rechtsform aus. Auf Wunsch übernehmen wir die laufende Buchhaltung gleich mit.

Finanzbuchhaltung mit Triana →

Häufige Fragen zum Kontenrahmen KMU

Was bedeutet URE in der Buchhaltung?

URE steht für Unterhalt, Reparaturen und Ersatz. Die Kontengruppe 61 bildet diesen Aufwand nach Anlageart ab: 6100 Maschinen und Apparate, 6101 Mobiliar und Einrichtungen, 6102 Werkzeuge und Geräte, 6132 Informatik und Kommunikationstechnologie. Gebucht wird hier der werterhaltende Aufwand; wertvermehrende Ausgaben gehören in die Anlagekonten der Klasse 1.

Ist der Kontenrahmen KMU obligatorisch?

Nein. Das Obligationenrecht schreibt keine bestimmte Kontenstruktur vor, sondern eine ordnungsmässige Buchführung (OR Art. 957a) und eine Mindestgliederung von Bilanz und Erfolgsrechnung (OR Art. 959a). Der Kontenrahmen KMU ist ein freiwilliger Standard, der diese Vorgaben erfüllt. Das KMU-Portal des Bundes bezeichnet ihn als Standardwerk für die Schweiz.

Wie viele Konten braucht ein kleines KMU?

In der Praxis kommen Einzelfirmen und kleine GmbH mit 40 bis 80 aktiven Konten aus. Der vollständige Kontenrahmen umfasst ein Vielfaches, doch die meisten Konten betreffen Branchen oder Sachverhalte, die im Betrieb nie vorkommen. Ein schlanker Kontenplan erleichtert Auswertung und Abschluss.

Wo finde ich die offizielle Ausgabe?

Das KMU-Portal des Bundes nennt die Buchausgabe: Schweizer Kontenrahmen KMU, Markus Helbling, Verlag SKV Zürich, 2. Auflage 2023, ISBN 978-3-286-51076-0. Diese Ausgabe ist massgebend, wenn Sie Kontonummern und Bezeichnungen verbindlich prüfen wollen.

Darf ich eigene Konten ergänzen?

Ja, solange die Logik der Klasse erhalten bleibt: ein zusätzliches Erlöskonto in die Klasse 3, zusätzlicher Personalaufwand in die Klasse 5. Wichtig ist die Stetigkeit nach OR Art. 958c. Wer die Struktur jedes Jahr umbaut, verliert die Vergleichbarkeit zwischen den Geschäftsjahren.

Muss ich den Kontenplan ändern, wenn ein Treuhandbüro übernimmt?

In der Regel nicht. Ein bestehender Plan wird übernommen und nur dort bereinigt, wo Konten doppelt geführt oder falsch eingeordnet sind. Ein vollständiger Umbau lohnt sich fast nur zum Jahreswechsel, weil sonst die Vorjahresvergleiche unterbrochen werden.

Quellen