
Buchhaltungssoftware Schweiz 2026: Vergleich für KMU
Die Wahl der Buchhaltungssoftware entscheidet sich in der Schweiz an drei Fragen: Führen Sie einfache oder doppelte Buchhaltung, zahlen Sie Löhne aus, und wie viele Belege fallen im Monat an. Danach bleiben meist zwei oder drei Programme übrig. Für Selbständige unter CHF 500’000 Umsatz reichen Lösungen zwischen CHF 0 und 25 pro Monat, Betriebe mit Personal liegen bei CHF 35 bis 70, und wachsende Firmen mit Lager oder Produktion landen bei ERP-Systemen mit projektabhängigen Preisen.

Dieser Vergleich zeigt acht Buchhaltungsprogramme für Schweizer KMU mit den Listenpreisen, die am 27. August 2026 auf den Preisseiten der Anbieter standen. Wir verkaufen keine Software und werden von keinem Anbieter vergütet. Was uns interessiert, ist die Frage, mit welchem Programm die Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Treuhandstelle im Alltag funktioniert.
Das Wichtigste in Kürze
- Bexio ist mit über 100’000 Unternehmen der grösste Anbieter und gehört seit 2018 zur Mobiliar. Der Einstieg kostet CHF 35 pro Monat, Lohnbuchhaltung ist im kleinsten Paket nicht enthalten.
- Swiss21 mit 21.AbaNinja ist die grösste Gratislösung und wird von über 80’000 Betrieben genutzt. Die Swiss21.org AG ist eine Tochtergesellschaft von Abacus.
- Kostenlos heisst nicht funktionsarm: CashCtrl FREE bietet die vollständige doppelte Buchhaltung für einen Benutzer, Banana rechnet bis 70 Buchungszeilen gratis ab.
- Die Saldosteuersatzmethode können nicht alle Tarife. Bei Swiss21 etwa steht sie erst ab dem Paket für CHF 21 pro Monat zur Verfügung.
- Rechnen Sie mit Zuschlägen. Lohnbuchhaltung, zusätzliche Benutzer und Module kosten fast überall extra, von CHF 3.50 pro Lohnabrechnung bis CHF 25 pro Monat.
Welches Buchhaltungsprogramm in der Schweiz passt zu welchem Betrieb?
Die Tabelle zeigt den Einstiegspreis und den typischen Anwendungsfall. Alle Angaben stammen von den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 27. August 2026.
| Programm | Einstieg | Passt zu | Grenze |
|---|---|---|---|
| Bexio | CHF 35/Monat | KMU, die Buchhaltung, Offerten und Kundenverwaltung in einem Werkzeug wollen | Lohn erst ab dem zweiten Paket, dann mit Zuschlag |
| Swiss21 (21.AbaNinja) | CHF 0/Monat | Gründung und Kleinbetrieb mit wenig Belegen | Gratistarif ohne Saldosteuersatzmethode |
| KLARA | ab CHF 48/Monat | Betriebe mit Kasse, Terminen oder Onlineshop | Endpreis entsteht erst aus den Modulen |
| CashCtrl | CHF 0, PRO CHF 350/Jahr | Anwender mit Buchhaltungswissen, mehrere Mandanten | Support nur per E-Mail |
| Banana | CHF 0, Pläne ab CHF 89/Jahr | Vereine, Nebenerwerb, wer lokal statt in der Cloud arbeiten will | Gratisversion endet bei 70 Buchungszeilen |
| MILKEE | CHF 24.90/Monat | Selbständige unter der Umsatzschwelle von CHF 500’000 | Im Basispaket keine Lohnbuchhaltung |
| Atlanto | CHF 44.90/Benutzer/Monat | Kleine Teams, die Module einzeln zuschalten wollen | Preis pro Benutzer, nicht pro Betrieb |
| Abacus, Proffix | projektabhängig | Wachsende KMU mit Lager, Produktion oder mehreren Standorten | Einführung über Partner, kein Selbstbedienungstarif |
Was eine Buchhaltungssoftware in der Schweiz können muss
Vor dem Preis kommt die Frage, ob die Buchhaltungssoftware überhaupt schweizfähig ist. Sieben Punkte entscheiden das, und sie sind der Grund, warum ausländische Lösungen hier regelmässig durchfallen.
- QR-Rechnung. Der Einzahlungsschein ist Geschichte, Rechnungen tragen den QR-Code mit Referenz. Wer nur fakturiert, kommt mit einem reinen Rechnungsprogramm für die Schweiz aus; sobald gebucht wird, braucht es die Buchhaltung dahinter.
- Bankanbindung nach ISO 20022. Zahlungen und Kontoauszüge laufen über camt-Dateien, sonst tippen Sie Zahlungseingänge von Hand ab.
- Kontenrahmen KMU. Der Schweizer Standard muss hinterlegt sein, sonst passt am Jahresende nichts zur Jahresrechnung.
- Beide MWST-Methoden. Die effektive Abrechnung ist überall dabei, die Saldosteuersatzmethode nicht. Wer nach Saldosatz abrechnet, muss diesen Punkt vor dem Kauf prüfen.
- Aufbewahrung über zehn Jahre. Bücher und Belege sind zehn Jahre aufzubewahren (OR Art. 958f). Ein Archiv, das dieser Anforderung genügt, ist kein Luxus.
- Zugang für die Treuhandstelle. Ein eigener Login spart den Umweg über Exportdateien.
- Zertifiziertes Lohnmodul. Wer Löhne abrechnet, achtet auf die Swissdec-Zertifizierung, damit Meldungen an AHV, Unfallversicherung und Steuerverwaltung elektronisch laufen.
Auf einen Blick
Ob Sie überhaupt doppelt buchen müssen, entscheidet der Umsatz des Vorjahres und die Rechtsform.
Wer hinter den grossen Anbietern steht
In Vergleichen erscheinen die Buchhaltungsprogramme als unabhängige Wettbewerber. Bei den beiden grössten stimmt das nicht.
Bexio zählt nach eigenen Angaben über 100’000 Unternehmen und wurde 2018 von der Mobiliar übernommen. Die Software gehört damit zu einem Versicherungskonzern, nicht zu einem unabhängigen Softwarehaus.
Swiss21 wird von mehr als 80’000 Schweizer KMU, Vereinen und Start-ups genutzt. Die Buchhaltung darin heisst 21.AbaNinja, und die Swiss21.org AG ist eine Tochtergesellschaft von Abacus. Das schrieb Abacus im Januar 2026 selbst, als die Gesellschaft eine neue Leitung erhielt.
Die beiden grössten Angebote für Kleinbetriebe gehören zu grösseren Gruppen. Für die Auswahl heisst das vor allem: Beide Produkte haben einen finanzstarken Eigentümer im Rücken.
Für die Auswahl ist das kein Ausschlusskriterium, aber es beantwortet zwei praktische Fragen: Wie wahrscheinlich ist es, dass es das Produkt in fünf Jahren noch gibt, und wohin wandern die Daten, wenn der Betrieb wächst. Wer mit Swiss21 startet, bleibt im Abacus-Umfeld und kann später in die grössere Abacus-Welt wechseln, ohne den Anbieter zu verlassen.
Die acht Buchhaltungsprogramme für KMU im Einzelnen
Bexio: der grösste Anbieter
Das Basispaket kostet CHF 35 pro Monat und ist für einen Benutzer ausgelegt. Lohnbuchhaltung ist darin nicht erhältlich, sie beginnt erst im nächsten Paket für CHF 42 pro Monat und kostet dort zusätzlich CHF 7 pro Monat für eine mitarbeitende Person oder CHF 25 für fünf. Die grösseren Pakete liegen bei CHF 69 und CHF 119 pro Monat. Wer jährlich zahlt, spart CHF 120. Belege lassen sich mit Texterkennung verbuchen, das Dokumentenarchiv ist auf die gesetzliche Aufbewahrung ausgelegt.
Swiss21 mit 21.AbaNinja: die grösste Gratisvariante
Der Starter-Tarif kostet CHF 0 pro Monat und umfasst einen Benutzer, eine Lohnabrechnung und 1000 Dokumente pro Jahr. Das Paket für CHF 21 bringt drei Benutzer, sieben Lohnabrechnungen und die Advanced-Buchhaltung, das Paket für CHF 49 fünf Benutzer und 21 Lohnabrechnungen. Zusätzliche Benutzer kosten CHF 5, zusätzliche Lohnabrechnungen CHF 3.50. Wichtig für MWST-pflichtige Betriebe: Die Saldosteuersatzmethode ist erst ab dem mittleren Paket verfügbar.
KLARA: Baukasten statt Paket
Business Basic beginnt bei CHF 48 pro Monat für höchstens drei Administratoren, Business Plus bei CHF 69, Business Premium bei CHF 111. Alle Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Die Lohnabrechnung kostet ab CHF 4.90 pro Abrechnung und Monat, in Kombination mit einem Businesspaket ab CHF 3.90. Zeiterfassung, Inventar, Onlineshop und elektronisches Archiv sind einzeln zubuchbar. Das macht KLARA flexibel, aber der Preis auf der Startseite ist selten der Preis am Monatsende.
CashCtrl: viel Buchhaltung für wenig Geld
Die Gratisvariante enthält die vollständige doppelte Buchhaltung für einen Benutzer und eine Organisation. PRO kostet CHF 350 pro Jahr und umfasst drei Benutzer, zwei Organisationen und ein Gigabyte Speicher; jeder weitere Benutzer kostet CHF 80 pro Jahr, jede weitere Organisation CHF 40. Bezahlt wird im Voraus, eine automatische Verlängerung gibt es nicht. Der Support läuft ausschliesslich über E-Mail. Für Betriebe, die buchhalterisch wissen was sie tun, ist das eines der günstigsten seriösen Angebote im Markt.
Banana: der Klassiker ohne Cloudzwang
Banana wird wie eine Tabelle bedient und läuft lokal auf dem Rechner oder in der Cloud. Der Free-Plan rechnet bis zu 70 Buchungszeilen ab, ohne zeitliche Begrenzung und ohne Angabe von Kreditkarte oder E-Mail-Adresse. Die Jahrespläne beginnen bei CHF 89 pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, die grössere Variante kostet CHF 179. Für Vereine, Nebenerwerb und alle, die ihre Daten nicht in einer Cloud haben wollen, ist das die naheliegende Wahl.
MILKEE: gebaut für Selbständige
Das Basispaket kostet CHF 24.90 pro Monat, deckt die einfache Buchhaltung ab und ist auf einen Jahresumsatz bis CHF 500’000 begrenzt, also genau auf die Schwelle, ab der Einzelfirmen doppelt buchen müssen. Das Paket für CHF 34.90 erlaubt die doppelte Buchhaltung und rechnet Löhne mit CHF 9 pro mitarbeitende Person ab, das Paket für CHF 69.90 richtet sich an Betriebe mit mehreren Angestellten. Preise ohne Mehrwertsteuer bei jährlicher Zahlung. Der Treuhandzugriff ist in allen Paketen enthalten.
Atlanto: pro Benutzer statt pro Betrieb
Die Kontaktverwaltung ist unbegrenzt kostenlos, Zeitmanagement kostet CHF 10 pro Benutzer und Monat, Verkauf und Buchhaltung CHF 44.90 pro Benutzer und Monat, jeweils ohne Mehrwertsteuer. Der erste Monat ist gratis. Bei einem Zweipersonenbetrieb verdoppelt sich der Preis, das unterscheidet Atlanto von den Paketpreisen der Mitbewerber.
Abacus und Proffix: wenn das KMU wächst
Beide Systeme decken weit mehr ab als Buchhaltung: Lager, Produktion, Projekte, mehrere Mandanten. Verkauft und eingeführt werden sie über Partner, einen Selbstbedienungstarif gibt es nicht. Der Wechsel lohnt sich selten wegen der Buchhaltung, sondern weil die Prozesse drumherum zusammenwachsen sollen.
Was Buchhaltungssoftware im Jahr wirklich kostet
Die Monatspreise auf den Startseiten der Anbieter sind selten der Betrag, der am Jahresende auf dem Konto fehlt. Die folgenden drei Rechnungen verwenden die Listenpreise vom 27. August 2026, ohne Aktionen, und zeigen die Bandbreite für typische Betriebe.
| Profil | Günstige Variante | Mittlere Variante | Was den Preis treibt |
|---|---|---|---|
| Selbständig, keine Angestellten rund 20 Belege im Monat, einfache Buchhaltung | Swiss21 Starter: CHF 0 Banana Jahresplan: CHF 89 | MILKEE Basic: rund CHF 299 | Belegvolumen und Bankanbindung |
| GmbH mit drei Mitarbeitenden MWST-pflichtig, Lohnbuchhaltung | CashCtrl PRO: CHF 350 | Bexio ab rund CHF 590, KLARA ab rund CHF 720 | Lohnmodul, Anzahl Benutzer |
| Handelsbetrieb mit fünf Mitarbeitenden mehrere Benutzer, Lager | CashCtrl PRO mit Zuschlägen: ab rund CHF 500 | Bexio oder KLARA: CHF 1000 bis 1200 | Benutzerzahl, Lohnabrechnungen, Zusatzmodule |
Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Einstiegspaket beträgt rund CHF 576 pro Jahr. Lohnbuchhaltung und Zusatzbenutzer sind darin noch nicht enthalten.
Zwei Dinge fallen dabei auf. Erstens ist der Abstand zwischen der günstigsten und der mittleren Variante grösser als der Abstand zwischen den Anbietern: Wer die Module diszipliniert wählt, spart mehr als beim Anbieterwechsel. Zweitens verschiebt die Lohnbuchhaltung die Rechnung am stärksten. Sie wird je nach Programm pro mitarbeitende Person, pro Abrechnung oder als Paketzuschlag verrechnet, und genau hier lohnt sich vor der Unterschrift eine Beispielrechnung mit Ihrer eigenen Mitarbeiterzahl.
Nicht in der Tabelle stehen die einmaligen Kosten: Einrichtung, Übernahme der Eröffnungsbilanz und Schulung. Bei einem Wechsel mitten im Jahr kommt die Bereinigung der laufenden Buchhaltung dazu.
Buchhaltungssoftware nach Betriebsart auswählen
| Situation | Naheliegende Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Selbständig, unter CHF 500’000 Umsatz, keine Angestellten | MILKEE, Swiss21 Starter, Banana | Einfache Buchhaltung genügt, die Kosten bleiben unter CHF 300 pro Jahr |
| GmbH ohne Personal | CashCtrl PRO, Swiss21, Bexio Basic | Doppelte Buchhaltung ab Gründung, aber noch kein Lohnmodul nötig |
| GmbH oder AG mit Angestellten | Bexio, KLARA, Swiss21 Pro | Lohnbuchhaltung, MWST und Bankanbindung aus einer Hand |
| Verein oder Nebenerwerb | Banana, CashCtrl FREE | Wenige Buchungen, kein Bedarf an Abonnement |
| Betrieb mit Lager oder Produktion | Abacus, Proffix | Buchhaltung ist nur ein Teil des Systems |
Was aus Treuhandsicht wirklich zählt
Aus über 150 betreuten Mandaten sehen wir immer dieselben vier Punkte, die im Alltag mehr Wirkung haben als jede Funktionsliste.
Ein eigener Zugang statt Exportdateien. Sobald die Treuhandstelle direkt im System arbeitet, entfallen Mailanhänge, Versionsstände und Rückfragen. Bei jedem Programm in diesem Vergleich ist das vorgesehen; klären Sie nur, ob der zusätzliche Zugang im Paket enthalten ist.
Ein sauber aufgesetzter Kontenplan. Die Standardkontenpläne der Anbieter sind Ausgangspunkte, keine fertigen Lösungen. Wer die Konten nach Branche und Rechtsform anpasst, spart am Jahresende Stunden.

Belege, die lose auf dem Tisch liegen, kosten am Jahresende am meisten Zeit. Programme, die das Dokument direkt an die Buchung hängen, lösen genau dieses Problem.
Belege am Beleg. Buchhaltungsprogramme, die das Dokument direkt an die Buchung hängen, sparen bei einer MWST-Kontrolle die meiste Zeit. Ein Ordner auf dem Server ist kein Ersatz.
Ein Exportweg, den Sie kennen. Fragen Sie vor dem Kauf, wie Sie im Fall eines Wechsels an Ihre Daten kommen. Bei Buchhaltungsprogrammen, die diese Frage nicht klar beantworten, wird der Wechsel später teuer.
Auf einen Blick
Wie sich Softwarekosten, Stundenansätze und Pauschalen zueinander verhalten, steht im ausführlichen Kostenüberblick.
Anbieter wechseln, ohne Daten zu verlieren
Der Wechsel scheitert selten an der Technik und fast immer am Zeitpunkt. Fünf Schritte halten ihn überschaubar.
- Auf den Jahreswechsel legen. Ein Wechsel per 1. Januar erspart das Zusammensetzen einer Jahresrechnung aus zwei Systemen.
- Vorher den Export testen. Ziehen Sie im alten Programm einen vollständigen Export von Buchungen, Kontenplan, Debitoren und Kreditoren und schauen Sie hinein, bevor Sie kündigen.
- Kontenplan zuerst aufsetzen. Erst der Kontenplan, dann die Eröffnungsbilanz, dann die laufenden Buchungen. Wer die Reihenfolge dreht, korrigiert später jede Buchung einzeln.
- Belegarchiv nicht vergessen. Die Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren gilt weiter, auch für Belege im alten System. Klären Sie, ob Sie diese exportieren oder das alte Konto noch eine Zeit lang behalten.
- Ein Quartal parallel prüfen. Nach dem ersten Quartal einmal Bilanz und Erfolgsrechnung gegen das Vorjahr halten. Fehler zeigen sich hier, nicht im Dezember.
Wann eine Buchhaltungssoftware allein nicht mehr reicht
Die Lizenz kostet zwischen CHF 0 und rund CHF 100 pro Monat. Die Zeit dahinter kostet mehr. Ein Betrieb mit dreissig Belegen im Monat, Lohnabrechnungen und quartalsweiser MWST beschäftigt eine Person schnell einen halben Tag pro Monat, und das zu einem Stundenwert, der über dem eines Sachbearbeiters liegt.
Drei Anzeichen sprechen dafür, die laufende Buchhaltung abzugeben: Die MWST-Abrechnung wird regelmässig knapp, offene Debitoren fallen erst beim Abschluss auf, oder die Abschlussarbeiten dauern jedes Jahr länger als geplant. In diesen Fällen ist nicht die Software das Problem.
Die Software bleibt in diesem Fall bestehen, nur die Arbeit wechselt den Platz: Wir übernehmen die laufende Buchhaltung in Ihrem bestehenden Programm, damit Sie Auswertungen und Belege weiterhin selbst einsehen können.
Auf einen Blick
Was die Auslagerung der laufenden Buchhaltung umfasst und wie die Zusammenarbeit abläuft:
So haben wir verglichen
Wir haben am 27. August 2026 die Preisseiten aller acht Anbieter aufgerufen und die Listenpreise übernommen. Laufende Aktionen sind bewusst nicht berücksichtigt: Bexio warb an diesem Tag mit vierzig Prozent Rabatt für Neukunden, gültig bis zum Folgetag. Solche Rabatte veralten schneller als der Text.
Nicht aufgenommen haben wir digitale Buchhaltungsdienste, die Software und Dienstleistung zusammen verkaufen. Sie sind mit reinen Programmen nicht vergleichbar, und wir bieten dieselbe Leistung selbst an. Ebenso wenig enthält der Vergleich Bewertungen oder Punktzahlen: Ohne echten Parallelbetrieb über mehrere Monate wäre jede Note eine Behauptung.
Unsicher, welches Programm zu Ihrem Betrieb passt?
Wir arbeiten mit allen gängigen Schweizer Programmen und richten die Buchhaltung so ein, dass Sie und wir im selben System arbeiten. Im Erstgespräch klären wir, welche Lösung zu Belegvolumen, Personal und Rechtsform passt.
Häufige Fragen zur Buchhaltungssoftware
Welche Buchhaltungssoftware ist in der Schweiz die beste?
Die beste Buchhaltungssoftware für die Schweiz gibt es nicht als allgemeine Antwort, dafür unterscheiden sich Preismodelle und Umfang zu stark. Für Selbständige unter CHF 500’000 Umsatz genügen schlanke Lösungen ab CHF 0 bis 25 pro Monat, Betriebe mit Personal liegen bei CHF 35 bis 70, und wachsende Firmen mit Lager oder Produktion greifen zu ERP-Systemen mit projektabhängigen Preisen.
Gibt es kostenlose Buchhaltungssoftware für die Schweiz?
Ja. CashCtrl FREE bietet die vollständige doppelte Buchhaltung für einen Benutzer und eine Organisation, Swiss21 hat einen Starter-Tarif für CHF 0 pro Monat mit 1000 Dokumenten pro Jahr, und Banana rechnet im Free-Plan bis zu 70 Buchungszeilen ab. Die Grenzen liegen meist bei Benutzerzahl, Belegvolumen und Bankanbindung.
Was kostet Buchhaltungssoftware pro Jahr?
Bezahlte Einstiegspakete liegen bei rund CHF 250 bis 580 pro Jahr. Banana ist mit CHF 89 pro Jahr am günstigsten, CashCtrl PRO kostet CHF 350 pro Jahr, das grösste Bexio-Paket rund CHF 1400. Lohnbuchhaltung, zusätzliche Benutzer und Module werden fast überall separat verrechnet.
Muss die Software den Kontenrahmen KMU unterstützen?
Vorgeschrieben ist kein bestimmter Kontenrahmen, sondern die Mindestgliederung von Bilanz und Erfolgsrechnung nach OR Art. 959a. In der Praxis arbeiten Schweizer Betriebe und Treuhandbüros mit dem Kontenrahmen KMU, den auch das KMU-Portal des Bundes als Standard bezeichnet. Eine Software ohne diesen Kontenrahmen erzeugt Mehraufwand beim Abschluss.
Kann mein Treuhänder direkt in meiner Software arbeiten?
Bei allen hier verglichenen Buchhaltungsprogrammen ist ein eigener Zugang für die Treuhandstelle vorgesehen. Das spart Zeit, weil Belege nicht exportiert und erneut erfasst werden müssen. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob dieser Zugang im gewählten Paket enthalten ist oder als zusätzlicher Benutzer verrechnet wird.
Software selbst führen oder auslagern?
Die Software kostet CHF 0 bis rund 100 pro Monat, die Zeit dahinter nicht. Wer monatlich mehr als einen halben Arbeitstag mit Belegen verbringt, fährt mit einer Treuhandpauschale ab rund CHF 145 pro Monat meist besser. Entscheidend ist nicht der Softwarepreis, sondern der Stundenwert der eigenen Arbeitszeit.
Quellen
- bexio AG, Pakete und Preise, abgerufen am 27.08.2026, bexio.com / Pakete und Preise
- bexio AG, Über uns (über 100’000 Unternehmen, Übernahme durch die Mobiliar 2018), abgerufen am 27.08.2026, bexio.com / Über uns
- Swiss21.org AG, Preise, abgerufen am 27.08.2026, swiss21.org / Preise
- Swiss21.org AG, Über Swiss21 (über 80’000 Betriebe), abgerufen am 27.08.2026, swiss21.org / Über uns
- Abacus Research AG, Medienmitteilung «Führungswechsel bei der Swiss21.org AG» vom 08.01.2026 (Swiss21.org AG als Tochtergesellschaft), abgerufen am 27.08.2026, abacus.ch / News
- KLARA Business AG, Preisübersicht, abgerufen am 27.08.2026, klara.ch / Preise
- CashCtrl AG, Preispläne, abgerufen am 27.08.2026, cashctrl.com / Preispläne
- Banana.ch SA, Pläne und Preise, abgerufen am 27.08.2026, banana.ch
- MILKEE, Preise, abgerufen am 27.08.2026, milkee.ch / Preise
- Atlanto, Preisgestaltung, abgerufen am 27.08.2026, atlanto.ch / Preisgestaltung
- Schweizerische Eidgenossenschaft, Fedlex, Obligationenrecht Art. 958f (Aufbewahrung zehn Jahre), abgerufen am 27.08.2026, fedlex.admin.ch / OR Art. 958f
- Schweizerische Eidgenossenschaft, Fedlex, Obligationenrecht Art. 959a (Mindestgliederung der Bilanz), abgerufen am 27.08.2026, fedlex.admin.ch / OR Art. 959a
- KMU-Portal des Bundes (SECO), Wie man seine Buchhaltung organisiert, abgerufen am 27.08.2026, kmu.admin.ch
- Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), MWST abrechnen (effektive Methode und Saldosteuersatzmethode), abgerufen am 27.08.2026, estv.admin.ch
- Swissdec, Lohnstandard-CH und Zertifizierung von Lohnsoftware, abgerufen am 27.08.2026, swissdec.ch